Bettgeflüster - Mode für die Nacht
Das Museum für Mode und Tracht, Nohfelden, präsentiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn vom 24. Juni bis zum 02. September im Bauernhaus Habach die interessante Ausstellung „Bettgeflüster – Mode für die Nacht“.
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24.06.2012 15:00
bis 02.09.2012 17:00 |
| Wo | Bauernhaus Habach |
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Gezeigt wird in dieser Ausstellung die Entwicklung der Nachtwäsche für Frauen und Männer von 1850 bis heute. Angefangen vom hochgeschlossenen Nachthemd bis auf die Füße, dem legendären Baby Doll bis zum heutigen Sleep-Shirt mit Trägern. Bei den Männern beginnt die Ausstellung mit dem Tag- Nachthemd mit und ohne Kragen über das eigentliche Nachthemd, den Pyjama weiter bis zum heutigen Schlafanzug.
Ein Hemd für den Tag? Ein Hemd für die Nacht ?
Vor dem Jahre 1500 schliefen die meisten Menschen nackt. Der Adel und reiche Bürger in Europa kannten ab 1500 schon Hemden für die Nacht. „Um 1500 wurde erstmals in Italien ein Nachthemd erwähnt.“ (Loschek, Ingrid, Reclams Mode- und Kostümlexikon, 362) Die Nachthemden waren wie das Tageshemd geschnitten, nur länger und weiter als das Tageshemd. Diese Sitte breitete sich aber nur allmählich beim Adel in Europa aus
Das Taghemd als Nachthemd
Vor 1800 war das Hemd ein langes, weites Leinengewand. Es bedeckte die Arme, den Rumpf und die Beine bis über die Waden. In allen Schichten wurde das Hemd getragen, von allen Altersstufen in Stadt und Land, von Frauen, Männern und Kindern. Das Hemd hatte mehrere Funktionen: Es war Oberhemd und Unterhemd zugleich, es ersetzte beim Mann die Unterhose und bei der Frau häufig den Unterrock und es wurde als Nachthemd benutzt.

Ab 1900 wurden die Nachhemden der Frau verfeinert u.a mit Spitzen. Das Nachthemd war aber weiterhin weiß und erst in den 30er Jahren des vergangnen Jahrhunderts kam Farbe ins Spiel und in den 50er Jahren beherrschten dann die Baby Dolls die Schlafzimmer. Heute tragen die Frauen sowohl Schlafanzüge als auch Nachthemden. Es gibt Nachtwäsche in allen Farben und Formen, kurz, lang, gestreift, mit Spitzen, mit Knöpfen etc.
Die Ausstellung ist sonntags von 15 bis 17 Uhr bzw. nach telefonischer Vereinbarung, Tel.06881/7117, Tel.06881/7307, 06881/962628, zu sehen.
Eine Veranstaltung der Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn

