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„Auto für Alex“ – Gelungene Spendenaktion für den Wiesbach Fan Alexander Gendrong

Seit seinem Wohnortwechsel von Hüttigweiler nach Wiesbach im Jahr 2020 besucht der 46 Jahre alte Alexander Gendrong sämtliche Heimspiele von Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach und versucht auch, die Pokalspiele mitzunehmen – und dies trotz Einschränkungen!

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sigrid und seiner Hündin Maja übersteht er seit vielen Jahren schon jede Situation in seinem Leben. Beide geben dem eingeschränkten Alexander Gendrong sehr viel Kraft im Leben.

Alexander hat mehrere gesundheitliche Schicksalsschläge hinter sich. Dank der Therapien in einer Spezialklinik kann er nun wieder ein paar Stunden am Tag sitzen. Aus diesem Grund möchte er nach mehr als zehn Jahren ohne beruflichen und gesellschaftlichen Kontakt endlich an diesem Zustand etwas ändern. Gendrong ist auf einen für ihn eigens angefertigten Elektrorollstuhl angewiesen. Damit er mit diesem mobil sein kann, benötigt er ein Fahrzeug, in welches er mit dem Rollstuhl einfahren kann. Da er seit mehr als 17 Jahren Frührentner ist und seine Frau Sigrid Gendrong aus gesundheitlichen Gründen sowie wegen des Pflegegrades von ihrem Ehemann keine Vollzeitstelle annehmen kann, war eine Finanzierung aus eigener Kraft, nicht möglich.

Hier kamen die Fußballer der Hertha Wiesbach ins Spiel. Sie haben von dem Schicksal ihres treuen Fans gehört und wollten helfen. Gemeinsam mit den Vereinen „Herzensengel“ e.V. um Gründer Adrian Schmitz und dem Verein „Pro-Inklusionsschaukel“ e.V. unter dem Vorsitz von Peter Haffner, konnte in Kooperation mit der Initiative für Einzelschicksale e.V. und dem „Traumbadmachern“ die Hälfte des Kaufpreises durch Spenden generiert werden. Nach dem öffentlichen Spendenaufruf durch die Hertha dauerte es runde zwei Wochen, bis die Gesamtsumme zur Anschaffung des Fahrzeuges zusammengekommen war.

Auch Bürgermeister Andreas Feld unterstützte die Spendenaktion sehr gerne. „Das Saarland hat den großen Vorteil der kleinen Wege. Man kennt sich, ist vernetzt und kann somit auch viele Menschen ansprechen, um gemeinsam etwas Gutes zu tun“, erklärte er. Zusammen mit dem Wiesbacher Ortsvorsteher Stefan Löw war er am vergangenen Samstag zur Übergabe des Fahrzeuges an Familie Gendrong an die Wiesbachhalle gekommen. „Dieses Fahrzeug, mit dem ich den beiden allzeit gute und unfallfreie Fahrt wünsche, ist ein Symbol des Inklusionsgedankens. Es ist wichtig, dass Menschen mit Handicap mitten in unserer Gesellschaft stehen. Dazu gehört zweifelsohne auch die größtmögliche Mobilität“, so Bürgermeister Feld. Sein Dank ging an alle ehrenamtlichen Akteure in den Vereinen, die sich um Einzelschicksale, aber auch um das wichtige Thema Inklusion kümmern.

Fotos: Maria Böwen-Dörr

Veröffentlicht am 18.2.2022
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