Bürgermeister Andreas Feld zu Besuch in der neuen Kälteanlage der Firmengruppe Juchem in Eppelborn

Zu einem Gesprächsaustausch und einer anschließenden Besichtigung der neuen Kälteanlage war Bürgermeister Andreas Feld am Dienstag in der Firma Juchem eingeladen. Begrüßt wurde er in den Räumen der Verwaltung, einst die Molkerei von Eppelborn, von der geschäftsführenden Gesellschafterin Susanne Juchem und Jürgen Becker, dem Geschäftsführer des Tochterunternehmens Juchem Food Ingredients GmbH. Das Familienunternehmen feierte im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag und vereint Tradition und Moderne. Unter dem Titel „Glück, Mut und Fleiß“ hat die Juchem-Gruppe, die insgesamt 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, dazu eine sehr lesenswerte Broschüre herausgebracht. Von den Anfängen im Januar 1921 über die neuen Standbeine bis hin zu internationalen Geschäften und der Weichenstellung für die Zukunft – die Liebe zu Lebensmitteln und die enge Verbundenheit mit der Landwirtschaft stellt das Unternehmen auch in der dritten Generation in den Mittelpunkt. Susanne Juchem betonte, welch großen Anteil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens haben. „Wir laden jedes Jahr unsere Jubilare ab einer Zugehörigkeit von 25 Jahren ein, etliche können gar auf 50 Jahre bei Juchem zurückblicken. Das zeigt, wie groß die Treue zu uns ist“, sagte sie. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens war ein Versuch, den Franz Josef Juchem in den 1960er Jahren in der heimischen Küche durchführte. Aus dem Versuch, flüssiges Fett ins Innere des Kühlschranks zu sprühen, entstand das – ehemals patentierte – „Frijet-Verfahren“. Dies wird auch in der neuen Kühlanlage, in die Geschäftsführer Jürgen Becker sehr gerne einen Einblick gab, angewandt. Ausgestattet mit Kittel und Haube ging es für Bürgermeister Feld zunächst in luftige Höhe. Bei der neuen Anlage mit einem Invest von rund 1,2 Mio. Euro, die in den bestehenden Sprühturm eingebaut wurde, wird kalte Luft oben gemeinsam mit dem flüssigen Fett in den Turm eingeleitet. Der Einbau der neuen Anlage wurde notwendig, weil das Vorgängermodell ursprünglich mit FCKW-haltigem Kältemittel gearbeitet hat. „Wir haben nach Alternativen gesucht, möglich wären Propan oder Ammoniak gewesen“, erläutert Becker. Aufgrund der Nähe zur Ill habe man sich für Propan entschieden. Zwei große Anlagen neben dem Turm sorgen nun für die etwa -14 Grad kalte Luft, die das Verfahren ermöglicht. „Das Fett wird flüssig angeliefert und im Turm versprüht. Durch die kalte Luft kristalliert es“, erläuterte der Lebensmitteltechniker Becker. Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von der Technologie. Sehr gerne, betonte er, wird er erneut zur Juchem-Gruppe  kommen und weitere Produktionsbereiche kennenlernen. „Es war ein sehr interessanter Besuch bei der Firma Juchem und ich danke Jürgen Becker für den interessanten Einblick in die Abläufe der Produktion. Dem Unternehmen wünsche ich vor dem Hintergrund der schwierigen Zeiten, die auf uns alle zukommen, weiterhin alles Gute und viel Erfolg. Ich bin froh, dass wir hier im Herzen des Saarlandes solche Traditionsunternehmen haben“, sagte der Bürgermeister.

 

Veröffentlicht am  07.10.2022