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Großes Interesse an der Ansiedlung eines Drogeriemarktes am „Hierscheider Graben“

Zunächst einmal möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern für ihr überaus großes Interesse am Thema Ansiedlung eines Drogeriemarktes in Eppelborn danken. Zahlreiche Ideen und Vorschläge haben mich in den vergangenen Tagen erreicht. Fest steht: Die übergroße Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich einen Drogeriemarkt. Fest steht auch, dass etwas geschehen muss, um die Abflüsse der Kaufkraft zu unterbinden und die Nahversorgung für die Zukunft zu sichern. Durch die Kaufkraftabflüsse fehlt unserer Gemeinde auch viel Geld. Dieses benötigen wir, um unserer Schulen, Kindergärten, Hallen sowie unsere Infrastruktur in Schuss zu halten und auch, um unsere Vereine unterstützen zu können. Um den potenziellen Standort eines Drogeriemarktes könnte man trefflich streiten, wenn es nicht die klare Aussage von dm gäbe. Ganz klar hat sich das Unternehmen alternativlos für den Standort „Hierscheider Graben“ entschieden. Dies können Sie im Innenteil dieses Nachrichtenblattes sehen. Zudem wird dm nur nach Eppelborn kommen, wenn die Ansiedlung im Verbund mit einem Vollsortimenter und einem Discounter geschieht. Ich verstehe die Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner und ich werde zeitnah zu einer Bürgerversammlung einladen. Der Standort Hierscheider Graben ist in der Gemeinde Eppelborn aufgrund der unterschiedlichsten Faktoren alternativlos. Im Bebauungsplanverfahren werden alle Belange umfassend fachlich geprüft und bei der Verkehrsplanung und dem Lärmschutz berücksichtigt. Ich will die Bevölkerung von Anfang an mitnehmen. Doch eins ist auch klar: Wenn wir jetzt diese Chance vertun, werden wir in Eppelborn keinen Drogeriemarkt bekommen. Und wie lange die Discounter an ihren aktuellen Standorten bleiben, ist ungewiss. Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken – für ein noch attraktiveres Eppelborn in der Zukunft! 

Ihr Bürgermeister
Dr. Andreas Feld

Veröffentlicht am 11.3.2022

In unseren FAQs sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Ansiedlung eines Drogeriemarktes am „Hierscheider Graben“ zusammengefasst:

 

Was ist geplant?

Die Planungen sehen einen Vollsortimenter EDEKA mit Schwerpunkt auf regionalen Produkten und intensiver Zusammenarbeit mit den örtlichen Händlern vor. Ebenso soll mit „dm“ eine jahrelange Versorgungslücke im Bereich Drogerieartikel geschlossen werden. Hinzu kommt die Umsiedlung eines Discounters. Dieser Verbund ist von allen Betreibern ausdrücklich so gewünscht! Die Märkte schätzen diese Synergieeffekte.

 

Weshalb wurden die Planungen durchgeführt?

Sehr viele Bürgerinnen und Bürger haben die Mandatsträger angesprochen und erklärt, dass sie sich eine Verbesserung der Einkaufssituation in der Gemeinde wünschen. Ganz oben auf der Wunschliste: Ein Drogeriemarkt. Zudem haben die Discounter signalisiert, dass sie sich sehr gerne vergrößern würden, da sie aktuell ihr Warenangebot nicht entsprechend platzieren können. Der vorhandene Verkaufsraum ist zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Daher erklären sich alle Discounter wiederholt unsicher, ob sie dauerhaft an ihrem aktuellen Standort in Eppelborn bleiben können. Trotz intensiver Gespräche wurden zum langfristigen Verbleib in unserer Gemeinde keine hinreichenden Zusagen der Unternehmen gemacht. Im Gegenteil wurde auf die Expansionsmöglichkeiten in anderen Kommunen verwiesen.   

 

 

Welche Vorteile bringt die Ansiedlung für die Bevölkerung?

Mit dem Einkaufszentrum wird langfristig der Einkaufstandort Eppelborn gesichert. Durch die Baumaßnahme könnte der gewünschte und auch benötigte Drogeriemarkt nach Eppelborn kommen. Damit wäre die Gemeinde für die Zukunft im Bereich Nahversorgung vor Ort bestens aufgestellt. Ebenso werden zwischen 80-90 Arbeitsplätze entstehen. Kaufkraft wird zurückgewonnen, zusätzliche Einnahmen im Bereich der Gewerbe- und Umsatzsteuer erzielt.  Diese Einnahmen benötigt die Gemeinde, um Kindergärten, Schulen, Hallen, Feuerwehr bestens auszustatten. Durch Einkäufe in den Nachbarkommunen fehlt der Gemeinde dieses Geld, was dringend gebraucht wird, um die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. Jeder Euro, der in der Nachbarkommune ausgegeben wird, hilft dort, die gesellschaftlichen Aufgaben zu erfüllen, fehlt aber in der Gemeinde Eppelborn!  

 

 

Ist diese Ansiedlung für Eppelborn notwendig?

Ja! Nach einem Sachverständigengutachten aus dem Jahr 2014 fehlen in Eppelborn bis zu 3.000 qm Verkaufsfläche für Gegenstände des täglichen Bedarfs. Ebenso fehlt ein rund 700 qm großer Drogeriemarkt. Jeder zweite Euro für Dinge des täglichen Bedarfs wird außerhalb der Gemeinde ausgegeben. Ein schlechter Wert für jede Gemeinde!

 

 

Führt die Ansiedlung am Ortsrand nicht zu einem weiteren Leerstand im Zentrum?

Nein! Der Leerstand im Ortskern (alle Objekte gehören Privatpersonen) besteht schon seit Jahren, ist also nicht durch den Bau eines Einkaufszentrums bedingt. Ganz im Gegenteil: Wer Dinge des täglichen Bedarfs in anderen Kommunen einkauft, besucht dort auch die Einzelhandelsgeschäfte und Dienstleister. So kommt „Laufkundschaft“ in den Ort. Es wurde viel versucht, doch Zentrumsmanagement und Wirtschaftsförderung konnten hier über Jahre keine Erfolge erzielen. Bei den Leerständen handelt es sich um kleine Ladenlokale ohne Parkmöglichkeit, zudem meist nicht barrierefrei. Von dem Einkaufsmarkt rund einen Kilometer vom Ortskern entfernt, wird der Fachhandel im Zentrum profitieren, da die Kundschaft in Eppelborn verbleibt. Denn, wer zum Wocheneinkauf in die Nachbarkommune fährt, kauft dort auch im Einzelhandel. Dies sieht der Gewerbeverein genauso.

 

 

Wird eine Konkurrenz zum Einzelhandel in Eppelborn geschaffen?  

Nein! Nach derzeitigem Planungsstand sind bei der Neuansiedlung keine Einzelhandelsgeschäfte geplant, die es bereits im Dorf gibt. Bei vergleichbaren Warengruppen sind wir in Gesprächen, dass keine zusätzliche Konkurrenzsituation zum lokalen Fachhandel geschaffen wird.

 

Warum kann der Drogeriemarkt nicht in den direkten Ortskern, etwa auf der Fläche der ehemaligen Tankstelle, auf dem Festplatz gebaut werden?

Anderthalb Jahre lang wurden sämtliche Standorte im Ortskern und der direkten Umgebung, darunter auch die Leerstände, eingehend geprüft und den Marktbetreibern und Investoren angeboten. Die Unternehmen selbst haben den Flächen und Leerständen im Dorfzentrum allesamt aufgrund der Größe, Lage und Beschaffenheit eine Absage erteilt. Allein die gemeinsame Ansiedlung der Märkte sei wirtschaftlich interessant. Dies ist im Ortskern an keiner Stelle möglich!

 

 

Hätte es nicht genügt, einen Drogeriemarkt anzusiedeln?

 

Die Drogeriemarktkette Rossmann hat den Standort Eppelborn komplett abgelehnt. Der Drogeriemarkt „dm“ möchte nur mit einem Vollsortimenter sowie einem Discounter in direkter Nachbarschaft am Hierscheider Graben platziert sein. Ansonsten hat „dm“ kein Interesse am Standort Eppelborn.

 

Gibt es keine Alternativen für den Standort, etwa in einem der Ortsteile?

Die Landesplanung lässt solche Ansiedlungen nur in Gemeindebezirken ab einer bestimmten Einwohnergröße zu. Zudem fehlt es auch hier an geeigneten Standorten. Die Fläche „Hierscheider Graben“ ist alternativlos, alle anderen Standorte, die den Märkten und Investoren vorgestellt wurden, haben diese abgelehnt. Eine andere Fläche zur Ansiedlung steht somit in der Gemeinde leider nicht zur Verfügung!

 

Wie sieht es mit der Verkehrsbelastung in den betroffenen Straßen aus?

Mit dieser Frage werden sich im Rahmen der Genehmigungsverfahren die zuständigen Behörden auseinandersetzen. Es wird Anforderungen an die Planungen durch Verkehrsexperten geben, damit die Verkehrsführung bestens geregelt wird. Auf jeden Fall wird es zahlreiche Vorgaben geben, was den Verkehr und die Anlieferungszeiten betreffen. Der Drogeriemarkt etwa wird zweimal in der Woche von einem LKW beliefert, der Discounter und EDEKA einmal täglich. Die Erreichbarkeit der Einkaufsmöglichkeiten von gleich mehreren Eppelborner Wohngebieten mit dem E-Bike oder auch zu Fuß bringt deutlich mehr Verkehrsberuhigung und Lebensqualität. Zudem ist neben den geplanten Märkten eine Bushaltestelle vorgesehen, auch der Eppelborner Bürgerbus wird kostenlos dorthin fahren.

 

 

Wird durch die Planungen in eine ökologisch wertvolle Fläche eingegriffen?

Nein! Die Fläche am Hierscheider Graben ist eine reguläre Ackerfläche. Diese ist weder ein Landschaftsschutzgebiet noch ist sie landwirtschaftliche Vorrangfläche. Zudem grenzt sie direkt an eine Landstraße.

 

 

Wie sieht es mit dem Hochwasserschutz und der Zuwegung aus?

Es wird im Rahmen der Baumaßnahme in den Hochwasserschutz investiert, so dass bei Starkregen keine Gefahren für das angrenzende Wohngebiet ausgehen. Durch das geplante Rückhaltebecken unter der Parkfläche wird der Kanal nicht zusätzlich belastet. Aufgrund der Lage der Fläche direkt an einer Landstraße und in der Nähe der Wohnbebauung sind Strom und Wasserleitungen bereits vorhanden und für den Neubau muss die Zuwegung nicht neu erschlossen werden.

 

 

Werden die Bürgerinnen und Bürger beteiligt?

Ja! Die Gemeinde hatte zum frühestmöglichen Zeitpunkt informiert. Mit der Vorstellung des Projektes beginnt die Bürgerbeteiligung. Das ist im Rahmen des beginnenden Bebauungsplanverfahrens gesetzlich geregelt. Zweimal können die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Bauleitverfahrens Anregungen und Bedenken äußern. Es wird zudem eine Bürgerinformationsveranstaltung geben. Transparenz und Offenheit hat oberste Priorität. Die Belange aller Bürgerinnen und Bürger sollen in die Diskussion einfließen – dazu gehören die Sorgen der Anwohner, aber auch die Wünsche nach einer funktionierenden Nahversorgung von allen Eppelbornerinnen und Eppelbornern.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Der Gemeinderat wird in seiner nächsten Sitzung die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit Teiländerung des Flächennutzungsplanes beraten. Der Ortsrat Hierscheid hat bereits mehrheitlich der Annahme zugestimmt. Der Ortsrat Eppelborn musste krankheitsbedingt kurzfristig verschoben werden.

 

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