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Eppelborn - Fit  für die Zukunft

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Noch vor etwas über einem Jahr habe ich zusammen mit der Gründungsgruppe der BEE über mögliche Projekte und Ideen zur Umsetzung der Energiewende in unserer Gemeinde diskutiert. Zwischenzeitlich hat sich vieles getan. Gestern habe ich zusammen mit dem Aufsichtsrat der BürgerEnergieEppelborn eG  die Baustelle am Solarpark besichtigt. Trotz der schwierigen Wetter- und Bodenverhältnisse ist es den Planern, Projektsteuerern, der BEE eG und der Fa. Sunera gelungen den vorgegebenen Zeitplan zur Errichtung der Freiflächen-Solaranlage vollständig einzuhalten.

In der kommenden Woche wird es auch auf dem Elmersberg planmäßig weitergehen mit der Fertigstellung desBürgerwindrades. In wenigen Wochen werden dann umgerechnet rund 2.100 Haushalte in unserer Gemeinde mit erneuerbarem Sonnen- und Windstrom versorgt. Dies ist dem Bürgerengagement von mittlerweile 161 Mitgliedern der BEE eG zu verdanken. Sie haben in unserer Gemeinde zu Investitionen von über 6 Mio. Euro beigetragen. Der zukünftig produzierte Strom wird unserer Gemeinde eine nachhaltige Wertschöpfung über Jahrzehnte bringen.

EEG-Novellierungspläne schaden der Gemeinde

Mit der geplanten Novellierung des EEG werden die Kommunen mit neuen finanziellen Belastungen konfrontiert. Genau wie die Gemeinde Eppelborn betreiben oder planen viele Kommunen Anlagen zur Eigenstromerzeugung. Nach den jetzt vorliegenden Entwürfen sollen nicht nur zukünftig Eigenstromerzeugungsanlagen eine EEG-Umlage zahlen, sondern auch bereits bestehende Anlage zu dieser Abgabe herangezogen werden. Dies ist ein massiver Eingriff in den Bestands- und Vertrauensschutz, den das EEG bisher garantierte. Auch wir haben mit viel Aufwand energetische Konzepte und Gutachten erstellt, um zukünftig über die Eigenstromerzeugung Kosten in der Unterhaltung unserer Gebäude zu sparen. Mehrere Projekte, u.a. ein Blockheizkraftwerk für das Hellbergbad liegen bereits jetzt auf Eis, bis die neuen Rahmenbedingungen verabschiedet sind. Zum Jetzigen Zeitpunkt müssen alle diese Pläne und Projekte in Frage gestellt werden.

So kürzt man ausgerechnet bei den Erzeugern jener erneuerbaren Energien, die praktisch ohne Förderung auskommen. Wer eine Solarstromanlage auf seinem Dach hat, bezieht von dort den Strom heute billiger als aus dem Netz. Doch nun will die Bundesregierung diese Eigenerzeugung belasten und damit die Fotovoltaik absurderweise in dem Moment abwürgen, wo sie auf eigenen Füßen stehen könnte.

Von dieser Verunsicherung sind viele andere Kommunen und private Investoren betroffen. Ich beabsichtige mit unserem Gemeinderat eine Resolution an die Bundesregierung zur Rücknahme dieser Novellierungspläne zu verfassen, um Schaden von unserer Gemeinde abzuwenden.

In diesem Sinne grüße ich Sie herzlich

und wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende

Ihre Bürgermeisterin

Birgit Müller-Closset

 

Fit für die Zukunft