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3. Unternehmerfrühstück mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger

Bereits in der 3. Auflage fand das diesjährige Unternehmerfrühstück im Restaurant Cult im big Eppel statt, zu der die Gemeinde Eppelborn und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Neunkirchen eingeladen hatten. Auch dieses Mal fanden sich 50 interessierte Gäste aus Politik und Wirtschaft ein. Ein Zeichen dafür, dass diese Veranstaltung nichts an Attraktivität eingebüßt hat. Bereits im Vorfeld hatte die Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ihr Kommen fest zugesagt, wofür ihr die Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset herzlich dankte.
Bildung und Wirtschaft waren die Kernthemen, auf die die Verwaltungschefin in ihrer Eröffnungsrede sehr ausführlich einging. So sei Eppelborn mit 4 Grundschulen und einer Gesamtschule sowie 6 vorschulischen Einrichtungen gut für die Zukunft aufgestellt. Wichtig sei ihr auch die Inklusion, die auf Zugehörigkeit und nicht auf Ausgrenzung ziele. „Diese kann nur dann gelingen“, so die Bürgermeisterin, „wenn möglichst viele Menschen erkennen, dass gelebte Inklusion den Alltag bereichert, weil Unterschiede normal sind“.
Im Bereich Wirtschaft strebe man eine stärkere Belebung der Ortsmitte in Eppelborn an. Eine eigens hierfür gebildete Lenkungsgruppe, die sich aus Personen der Bürgerschaft und Wirtschaft zusammensetzt, sei damit beschäftigt, ein tragfähiges Konzept für die Schaffung eines vitalen Ortskerns zu erarbeiten. Gute Nachrichten gab es darüber hinaus auch zu berichten. So würden LIDL und WASGAU am bestehenden Standort ihren Geschäftsbereich in naher Zukunft erweitern. Bei den Expansionsabsichten von ALDI sei man bemüht, eine realisierbare Lösung zu finden. Gleiches gelte auch für die Ansiedlung eines Drogeriemarktes.
In Bezug auf das veränderte Kaufverhalten vieler Bürger, die ihre Ware im Internet bestellen würden, forderte sie mehr Initiativbereitschaft der Gewerbetreibenden, hierauf zu reagieren. So sei die „Eppelcard“ durch Markus Krämer nicht nur eine einfallsreiche, sondern auch gelungene Erfindung, bei der die Kaufkraft in der Gemeinde verbleibt. Auch die verstärkte Präsenz einheimischer Unternehmer auf einer Internet-Plattform, die als Modell-Versuch des Gewerbevereins Eppelborn in den Startlöchern stehe, sei eine wirkungsvolle Antwort auf Internetfirmen wie Amazon und Ebay. Nichts tun, bedeute Stillstand. Und das wollen wir alle nicht.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zeigte sich erfreut über die Initiativbereitschaft der Gemeinde und lobte deren Engagement zur Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes Eppelborn. Auch in ihrem Ministerium seien verstärkte Anstrengungen unternommen worden, um ein neues Mittelstandsförderungsgesetz „auf den Markt“ zu bringen. So sei vorgesehen, das Vergabegesetz insbesondere bei der Vergabe öffentlicher Ausgaben zu novellieren. „Es wird das mittelstandsfreundlichste Gesetz in Deutschland sein“, so die Ministerin. Die Einrichtung einer Clearing-Stelle, eine mittelstandsfreundlichere Zahlungsweise, eine Entschlackung bürokratischer Hemmnisse seien weitere Erneuerungsinstrumente, die die Rahmenbedingungen für die Mittelständler erheblich erleichtern werden. Sie rechne damit, dass „das neue Mittelstandsförderungsgesetz nach den üblichen Beratungen im Parlament zu Beginn des nächsten Jahres in Kraft treten wird“.
Aufgrund der Tatsache, dass das Saarland die ungünstigste demografische Entwicklung durchlebe, sei man gefordert, diese zu gestalten. So habe ihr Ministerium einen 170 Seiten großen Maßnahmenkatalog geschnürt, um diesem Problem Einhalt zu gebieten. Doch ohne Fachkräfte außerhalb unseres Landes und ohne Erhöhung der Frauenquote sei diesem Problem nicht beizukommen. „Hier ist die Politik gefordert, die die Rahmenbedingungen verändern muss“, so Anke Rehlinger selbstbewusst.
Eindringlich appellierte die Ministerin an die Eppelborner Einzelhändler und Mittelständler: „Lassen Sie sich nicht entmutigen! Qualität und Service am Kunden bleiben wichtige Stellschrauben für den wirtschaftlichen Erfolg eines jeden Unternehmens. Das sind Pfründe, mit denen Sie am Markt immer konkurrenzfähig bleiben“.
Im Anschluss an den Vortrag nahmen die Gäste die Gelegenheit wahr zu einem kurzen Plausch mit der Wirtschaftsministerin. Im Dialog mit anderen Teilnehmern pflegten die Unternehmer einen sehr intensiven Informationsaustausch. Ein Unternehmerfrühstück, das noch lange nachhallen wird.

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