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Die Bürgermeisterin informiert

Pastor Matthias Marx
Abschied als Seelsorger – Kulturvision bleibt


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach fast 25 Jahren wird Pastor Matthias Marx unsere Pfarrei in Eppelborn verlassen, und es ist Zeit Danke zu sagen gegenüber einem engagierten Seelsorger, der stets kritische Denkanstöße gegeben hat, die uns zumindest nachdenklich stimmten, wenn nicht sogar stark bewegten. Fürwahr waren neben seinen seelsorgerischen Fähigkeiten auch Qualitäten als Manager, Kommunikator und Museumsleiter gefragt. Werbeträger nicht nur in Sachen Kirche und Religion, sondern auch für die deutsch-französische Kultur. Wort- und gestenreich, mit rhetorischer Eloquenz und Sprachfinesse, manchmal auch mit einem Quäntchen Polarisierung, vermochte er Menschen auf allen Ebenen gleichzeitig für die gute christliche und kulturelle Sache zu begeistern und im besten Sinne zum aktiven Handeln zu bewegen. Die christlichen Botschaften von Pastor Matthias Marx sind bei uns angekommen, die kulturellen sind unsere Vision.
Pastor Matthias Marx hat das kulturelle Erbe des Ausnahmekünstlers Jean Lurçat durch sein unermüdliches Engagement als Stifter und ambitionierter Museumsleiter einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht und nachhaltig in der regionalen und überregionalen Kunst-landschaft verankert. Das ist ein großartiges kulturelles Lebenswerk und ich sage noch-mals „vielen Dank“. Ich darf aber auch darauf hinweisen, dass dieses großartige Werk nicht weggeht, denn Herr Pastor Marx bleibt der Gemeinde Eppelborn kulturell als Stifter und Ideengeber erhalten.
Die Geschichten, die uns Mathias Marx über Jean Lurçat und seine Kunst erzählt, haben es in sich. Sie haben das Denken und Fühlen von vielen Menschen verändert. Und zwar zum Besseren. Klar wird uns dabei auch: Der Mensch hat seit je her Kunst geschaffen, selbst in schwierigen Zeiten, in denen Jean Lurçat zum Teil lebte.
Und diese Geschichten, um die Ausdruckskraft der Tapisserien und Werke von Jean Lurçat sind auf seltsame Weise in den heutigen Zeiten von Bedrohung und Wut, gesellschaftli-cher Anspannung, sozialer Ungerechtigkeit, der zunehmenden Bedrohung von Umwelt und Natur aktueller denn je.
Mit vielen anderen Menschen habe ich die Vision dem kulturellen Erbe des Ausnahmekünstlers Jean Lurçat in Eppelborn kulturellen Raum, ja neues kulturelles Leben zu geben.
Kunst und Kultur sollen nicht elitär sein, ein akzeptiertes Nischendasein fristen für einige wenige, sondern mehr Popularität erhalten, jedermann zugänglich sein, da ohne Kunst das Leben um viele Facetten ärmer wäre. Aus diesem Grund planen wir die Errichtung eines funktionalen Kulturzentrums in der Mitte von Eppelborn, das nicht nur Raum geben soll für unser Lurçat-Museum, sondern auch für weitere Künste und interessante Wechselausstellungen sowie eine praktische Kulturarbeit in Form von Workshops, Bildungsveranstaltungen und vieles mehr. Die Landesplanung hat uns eine hohe Förderung dieses öffentlichen Kulturzentrums in Aussicht gestellt. Es wäre ein Leuchtturmprojekt für die gesamte Gemeinde. Die Planungen haben begonnen. Packen wir es an.
An dieser Stelle darf ich mich bei einem weiteren Pfarrer bedanken, der uns nach zweieinhalb Jahren verlassen hat: Herr Kooperator Pfarrer Thomas Schneider.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Gottes Segen in Ihrer neuen Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen im Dekanat Simmern-Kastellaun.

Ich wünsche Ihnen ein sonniges Maiwochenende.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset