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Leuchtturmprojekt im Bereich Agro-Photovoltaik
Europas größte bifaciale Solaranlage entsteht im Gemeindebezirk Dirmingen

Zwischen der A 1 und der Bahnstrecke entsteht in Dirmingen auf einer Fläche von rund 10 Hektar mit 2 Megawatt peak, Europas größter Solarpark mit bifacialen Solarmodulen. In zwei Bauabschnitten werden bis Ende September 2018 5.700 bifaciale n-type Module montiert und ca. 2.800 Profile gerammt. Auftraggeber und Betreiber ist die Ökostrom Saar Wind GmbH, eine 100% Tochter der Ökostrom Saar GmbH.
Das innovative Anlagendesign, welches von der Next2Sun GmbH, einem 2015 gegründeten StartUp Unternehmen, entwickelt wurde schafft den Spagat zwischen landwirtschaftlicher Nutzung und Stromproduktion aus Sonnenenergie. Die beidseitig lichtempfindlichen Module werden dabei senkrecht aufgeständert, wobei eine Seite nach Osten, die andere orientiert sich nach Westen. Dies führt zusammen mit Reihenabständen von etwa 10 m zu einer Minimierung der überbauten Fläche. Reihenzwischenräume können weiterhin landwirtschaftlich genutzt und bspw. Grünfutter geerntet werden. Das innovative Konzept bietet eine Möglichkeit die politisch forcierte Reduktion des Flächen- und Bodenverbrauchs und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu vereinen.
Das Next2Sun Anlagenkonzept orientiert sich hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit an den marktüblichen, konventionellen PV-Systemen als direkte Konkurrenten.
Die Investitionskosten sind etwas höher. Dagegen stehen höhere spezifische Stromerlöse sowie Mehrerlöse bei der Vermarktung des Stroms an der Börse und die Doppelnutzung der Fläche. Durch die erwartungsgemäß längere Lebensdauer bifacialer n-type Module sind Betriebsmodelle, die über den EEG Vergütungszeitraum hinausgehen, denkbar und angestrebt.
Bifaciale Solarzellen haben die Besonderheit, dass Vorder- und Rückseite optisch aktiv sind. Durch das Einlegen der Solarzellen zwischen zwei etwa 2,5 mm starke Glasplatten entsteht ein stabiles Modul im Sandwich-Design, welches Standardmodulen, mit nur einer aktiven Oberfläche ertragsmäßig überlegen ist.

Eppelborn ist auf einem guten Weg zur energieautarken Gemeinde. Mehr als 70 % unseres Stroms stammen bereits jetzt aus Wind- und Sonnenenergie, betonte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset. Durch den stetigen Ausbau regenerativer Energien wie beispielsweise Solar- und Windenergie leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung regionaler Wertschöpfung. Unser Ziel ist es, bis 2020 mindestens 90 % unseres Stromverbrauchs aus regenerativen Energien zu erzeugen.

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