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Die Bürgermeisterin informiert

Eppelborn ohne dauerhaften Polizeiposten
Unterschriftenaktion ohne Erfolg


In 2013 wurde eine Polizeireform eingeleitet, bei der u.a. auch die Polizeiinspektion Illingen zu einer „B-Inspektion“ herabgestuft wurde. Der Polizeiposten Eppelborn ist in der Organisationsstruktur der Polizeiinspektion Illingen zugeordnet. Bis Anfang 2017 war der Polizeiposten Eppelborn mit vier Polizisten besetzt, wobei die Öffnungszeiten von montags bis freitags jeweils von 7.00 bis 16.00 Uhr lagen. Mit Ausscheiden eines Polizisten Anfang 2017 war der hiesige Polizeiposten bei gleichen Öffnungszeiten nur noch mit drei Polizisten besetzt. Zwei weitere Polizisten sind inzwischen aus dem Dienst ausgeschieden ohne dass nachpersonalisiert wurde. Der einzig verbliebene Polizist ist versetzt worden, so dass wir jetzt keinen dauerhaften Polizeiposten mehr in Eppelborn haben.

Der Gemeinderat Eppelborn hatte auf meine Initiative hin im Januar 2018 eine Resolution zum Erhalt des Polizeipostens Eppelborn einstimmig verabschiedet, über 1.000 Bürger/innen hatten die Resolution unterschrieben. Eine Antwort auf diese Resolution, die wir zeitnah dem Innenministerium überreicht hatten, ging bisher nicht ein. Das ist traurig.

Nach Aussage des Dienststellenleiters von Illingen liegt voraussichtlich eine Planung vor, nach der zweimal die Woche je eine Halbtagschicht für einen Polizisten in einem Büroraum des Rathauses vorgesehen ist. Vom Innenministerium liegt uns diesbezüglich aber immer noch keine Antwort vor. Auch das ist traurig.

Diese Auflösung des Polizeipostens erscheint wenig sinnvoll und trägt nach hiesiger Auffassung zur Verunsicherung der Bevölkerung in ihrem Sicherheitsempfinden bei. Eine Polizeidienststelle, die lediglich an einem Tag/zwei Tagen halbtags besetzt ist, kann nicht die Aufgaben wahrnehmen, die bisher übernommen wurden. Jahrelanges Insiderwissen bezogen auf Personen, Örtlichkeiten und besondere Problembereiche geht jetzt verloren. Ältere oder wenig mobile Bürger können sich nicht mehr umgehend an „Ihre Polizeidienststelle“ wenden, sondern müssen ggf. Termine absprechen. Ein schnelles und spontanes Handeln vor Ort wird wie in der bisherigen Weise nicht mehr möglich sein. Die fehlende Präsenz wird erfahrungsgemäß zu einem Verlust des Sicherheitsgefühls beim Bürger führen. Mehr Polizei, was sich viele Bürger wünschen, wird einfach kommentarlos abgetan von den zuständigen Stellen. So wächst der Frust der Bürger, dabei könnte man vom Land her haushaltspolitisch umsteuern, indem man diesem sensiblen Bereich eine höhere Priorität gibt.

Ich wünsche Ihnen ein sorgenfreies Wochenende.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset