Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Navigation

Sie sind hier: Startseite / Mein Eppelborn / Presse / Presse 2018 / KW 44 / Starkregen kostet Gemeinde Eppelborn 1,8 Millionen EURO Hilfeleistungen und Spendenvergabe an Starkregenopfer nahezu abgeschlossen

44_KommentarBuergermeisterin_Foto.jpgDie Bürgermeisterin informiert:

Starkregen kostet Gemeinde Eppelborn 1,8 Millionen EURO
Hilfeleistungen und Spendenvergabe an Starkregenopfer nahezu abgeschlossen


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Die private Spendenvergabe und Erteilung von öffentlichen Hilfeleistungen an Unwettergeschädigte aufgrund des Starkregenereignisses vom 11. Juni 2018 ist nahezu abgeschlossen.
Ein Risikomanagement im Sinne von administrativen und organisatorischen Vorsorgemaßnahmen wird von uns verstärkt angegangen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse aus der vom Umweltministerium geförderten Starkregenstudie werden Ihnen demnächst öffentlich vorgestellt, einschließlich der Handlungsempfehlungen für private Grundstückseigentümer. Die Studie wurde wissenschaftlich begleitet und stellt ein Pilotprojekt im Saarland dar.
An privaten Spenden sind insgesamt 23.621,32 € eingegangen, davon werden an 80 Betroffene, die eine Schadensmeldung abgegeben haben, je 263 € derzeit verteilt, über den Restbetrag wird im Dezember entschieden.
An Soforthilfen unter Beteiligung der Gemeinde (30%), des Kreises (30%) und des Landes (40%) sind in 45 Fällen 1.500 EURO pro Haushalt ausgezahlt worden, also insgesamt 67.500 EURO.
Es liegen derzeit 6 Anträge zum Erhalt von weitergehenden Finanzhilfen vor, über die von Seiten der beim Landkreis eingerichteten Schadenskommission, noch nicht entschieden wurde.
Unsere Gemeinde übernahm darüber hinaus 18.000 EURO an Containerkosten. Der Fußballverein Eppelborn erhielt einen freiwilligen Zuschuss durch den Gemeinderat in Höhe von 75.000 EURO. Die Lohnkosten für die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr betrugen rund 3.100 EURO. An Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr für Geräte, Materialien und Ausrüstungen entstanden ca. 10.000 EURO. Die Ausgaben für persönliche Schutzausrüstung – Ersatzbeschaffung der Feuerwehr betrugen 15.000 EURO.
Für die Instandsetzung der öffentlichen Infrastruktur in unserer Gemeinde, wie Straßen, Wege, Plätze usw. sind nahezu 1,5 Millionen EURO erforderlich. Ob  es dabei  von Landesseite Zuschüsse gibt und wenn in welcher Höhe ist noch nicht entschieden  worden. Alle betroffenen Kommunen warten darauf. Für die Instandsetzung der vom Starkregen betroffenen gemeindeeigenen Gebäude und deren Ausstattung (Feuerwehrgerätehaus Eppelborn, Baubetriebshof) fallen 100.000 EURO an. Alles in allem sind uns als Gemeinde Kosten in Höhe von etwa 1,8 Millionen entstanden.

Das ist ein großer Betrag in einer Haushaltssanierungsgemeinde wie Eppelborn.
Umso dringender ist es jetzt Vorsorge im Sinne einer realistischen Risikoeinschätzung verbunden mit derzeit sich im weiteren Aufbau befindenden Starkregen-gefahrenkarten zu treffen.
Eine übergreifende Koordination und eine größere Verbindlichkeit durch die Landesregierung wären wünschenswert.
Das Bewusstsein, dass es sich bei diesen Starkregen nicht um einmalige Ereignisse handelt, muss nicht nur bei den Bürgern geweckt werden, sondern bei allen Entscheidungsträgern von Kommune, Kreis und Land.
Wichtig ist auch eine stärkere Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen, wie der Feuerwehr, dem Roten Kreuz und dem THW. Die Alarm- und Einsatzpläne müssen im Sinne des Hochwasserschutzes angepasst werden. Auch sollten verschiedene Szenarien und Ablaufe von allen Beteiligten in Übungen im Rahmen des kommunalen Krisenmanagements optimiert werden.
Packen wir es gemeinsam an.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Wochenende mit viel Sport, Kultur und Bewegung.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset