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Die Bürgermeisterin informiert

Eppelborn investiert in die Sicherheit

Fachveranstaltung zum Abschluss der Pilotprojekte „Starkregenvorsor-gekonzepte" im big Eppel



10_KommentarBuergermeisterin_Foto.jpgIm Zuge des Klimawandels muss verstärkt mit Wetterturbulenzen gerechnet werden. Nach Einschätzung vieler Experten werden vermehrt Starkregen und Sturzfluten auftreten, die lokal zu großen Schäden führen können. Im Juni 2016 und 2018 traf es in einem erhöhten Ausmaß auch unsere Gemeinde. Vor dem Ereignis 2016 lag der Fokus vorwiegend beim Hochwasserschutz. Danach rückte die Starkregenvorsorge mehr und mehr in den Mittelpunkt. Wir arbeiten in solchen Krisensituationen eng mit unseren Feuerwehren und Hilfsorganisationen zusammen, was bisher sehr gut funktioniert hat.

Zum Abschluss der vom Saarländischen Umweltministerium (MUV) nach den Ereignissen 2016 initiierten Pilotprojekten „Starkregenvorsorgekonzepte“ findet Anfang April im big Eppel eine Fachveranstaltung statt. In Anwesenheit des Umweltministers Reinhold Jost werden die Pilotprojekte der Gemeinde Eppelborn, der Städte Friedrichsthal und Sulzbach sowie der Stadt Wadern vorgestellt. Unter Mitwirkung von Prof. Dr.-Ing. Alpaslan Yörük, HTW Saar und Prof. Dr.-Ing. Marc Illgen, HS Kaiserslautern, werden die Ergebnisse der Untersuchungen einem Fachpublikum und allen saarländischen Bürgermeistern präsentiert. Prof. Dr.-Ing. Marc lllgen präsentiert überdies einen Leitfaden für die Kommunen. Das Umweltministerium stellt die neue Richtlinie zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge vor, die Fördermöglichkeiten für öffentliche und private Vorsorgemaßnahmen beinhaltet.

Die Starkregenstudien wurden nach Vorgaben des MUV in einem gestaffelten Genauigkeitsgrad bearbeitet und vom Land mit 80 % Zuschuss gefördert. Die Studie der Gemeinde Eppelborn weist den höchsten Detaillierungsgrad auf und beinhaltet neben der Fließweg- und Abflussmengenberechnung auch die Entwicklung von Maßnahmen. Für 2019 ist die Untersuchungen der Wirksamkeit dieser Maßnahmen sowie die Begleitung und Unterstützung der Gemeinde bei der Information der Öffentlichkeit geplant.

Im Anschluss an diese Fachveranstaltung werden in den kommenden Wochen der Gemeinderat und unsere Feuerwehr über die Ergebnisse der Starkregenstudie informiert werden. Sie als Bürger/in werden natürlich auch von uns informiert werden.

Von unserer Bauverwaltung werden aktuell Untersuchungen über die Anlegung von Rückhalteflächen, sogenannten Retentionsräumen, durchgeführt und u.a. mit unserem Zweckverband Natura Ill/Theel abgestimmt. Diese Maßnahmen sind für die Schadensreduzierung in den Ortskernen von besonderer Bedeutung. Bei den Starkregenereignissen 2018 sind in Hanglagen, bedingt durch landwirtschaftliche Monokulturen erheblichere Schäden als bei den Ereignissen 2016 entstanden. Aus diesen Erfahrungen heraus wird jetzt noch untersucht, inwieweit die Art der landwirtschaftlichen Nutzung das Abflussverhalten bei Starkregenereignissen negativ beeinflusst. Darüber hinaus haben die Bürgermeister im Zweckverband Natura Ill-Theel ein Pilotprojekt initiiert, das das Spannungsfeld Landwirtschaft/ Hochwasser/Starkregen zum Gegenstand hat.

Des Weiteren haben wir  als Gemeinde selbst Kontakt zum Umweltcampus Birkenfeld aufgenommen, die derzeit ein Projekt mit Landwirten aus Rheinland-Pfalz durchführen, mit dem Ziel, durch das Anpflanzen von Schutzstreifen den Abfluss von Starkregen in die Ortslage zu minimieren.

Ebenso stehen wir mit dem saarländischen Umweltministerium in Kontakt um einen „Runden Tisch Starkregenvorsorge“ mit Landwirten, allen beteiligten Behörden und betroffenen Kommunen in Eppelborn durchzuführen.

Wir verstehen Ihre Ängste und stehen Ihnen selbstverständlich mit unserer Fachverwaltung beratend und unterstützend zur Seite. Faltblätter und Informationen zum Thema Hochwasser und Starkregen, die wertvolle Empfehlungen für die Bevölkerung beinhalten, liegen vor, sind im Rathaus erhältlich und auf den Internetseiten der Gemeinde Eppelborn einsehbar. Unabhängig hiervon sind Sie als Bürger/in verpflichtet, ihre Anwesen eigenverantwortlich zu schützen, etwa durch objektbezogene Maßnahmen z.B. Rückstausicherung und privaten Versicherungsschutz. Sie sollten Ihre Häuser auf mögliche Schwachstellen und Wassereintrittswege untersuchen. Wir bieten Ihnen an, Sie hierbei zu beraten, zu informieren und Ihre und unsere Vorsorgemaßnahmen aufeinander abzustimmen.

Wir tun unser Bestmögliches auch bei der Abarbeitung der Folgen der aktuellen Starkregenereignisse und haben hier viel Arbeit und Geld investiert und tun es immer noch. Sachliches und besonnenes Vorgehen von Rat, Verwaltung und Bürger hilft uns hier weiter.

Ich wünsche Ihnen einen unbeschwerten Start ins Wochenende bei viel Wanderlaune.

Ihre Bürgermeisterin
Birgit Müller-Closset