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Eppelborn ist Fairtrade-Gemeinde: Auszeichnungsfeier wird voller Erfolg


„Wir haben es geschafft, wir sind jetzt Fairtrade-Gemeinde“, freute sich die Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset gemeinsam mit allen Mitwirkenden im Bestreben, Fairtrade Gemeinde zu werden. Und daran waren viele beteiligt, Geschäfts- und Gewerbetreibende ebenso wie zahlreiche Mitarbeiter in Rathaus, Kindergärten, Schulen und Vereine.
Als Fairtrade-Town können sich Städte, kreisfreie Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Verbandsgemeinden, Kreise, Regionen, Inseln und Bundesländer bewerben. Die Teilnahme an der Fairtrade-Towns-Kampagne ist kostenfrei. Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich fünf Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die Entwicklung seiner Stadt zur Fairtrade-Town anstoßen. Zu den Bewertungskriterien gehören ein formeller Ratsbeschluss der jeweiligen Kommune, die Bildung einer Steuerungsgruppe, die für die Kooperation aller Beteiligter zuständig ist, Auswahl fair gehandelter Produkte, und was hierbei beachtet werden muss, Einbindung der Zivilgesellschaft, also Vereine, Bürger und Gewerbetreibende und die Öffentlichkeitsarbeit.
Alle diese Kriterien habe die Gemeinde Eppelborn erfüllt, sagte der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz bei der feierlichen Vergabe der Urkunde im big Eppel. Die fünf Anforderungen, diese Bedingungen gelten weltweit, seien hoch, aber erfüllbar, sagte Holz. Eppelborn habe es geschafft, alle Beteiligten hätten an einem Strang gezogen. Eppelborn ist deutschlandweit nun die 602. Kommune, die den begehrten Titel führen darf, im Saarland gibt es ein Dutzend Fairtrade-Kommunen, von denen Saarbrücken vor zehn Jahren die erste Fairtrade-Stadt in Deutschland war.
Fairtrade-Städte fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Das Engagement der vielen Menschen zeige, so Manfred Holz, dass eine Veränderung möglich sei, sowie jeder einzelne Mensch etwas bewirken kann. Die Fairtrade-Bewegung setzt sich weltweit für nachhaltiges Wirtschaften und für faire Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern der sogenannten Dritten Welt ein.
Holz präzisierte und erklärte, dass mit dem Einkauf von Fairtrade-Produkten nichts gespendet werde, sondern es werden faire Preise für Produkte gezahlt, die zum einen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen leisten und daraus abgeleitet, aktiv Fluchtursachen bekämpfen. Fairtrade sei eine unabhängige Initiative, die nicht selbst als Händler auftrete, so Holz weiter, sondern das Gütesiegel Fairtrade für entsprechend gehandelte Produkte vergebe.


Text und Foto: Andreas Engel