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„Die Zukunft des Lebacher Krankenhauses muss gesichert werden“, fordert Eppelborns Bürgermeister Dr. Andreas Feld.

Nicht nur im Landkreis Saarlouis sorgen die Schließungspläne der Cusanus-Trägergesellschaft Trier (ctt), Träger des Lebacher Caritas-Krankenhauses, für großes Unbehagen. Besonders betroffen, erklärt Dr. Andreas Feld, Bürgermeister der Gemeinde Eppelborn, sind von dieser Schließung auch seine Bürgerinnen und Bürger. „Nicht erst in Zeiten von Corona stand die Wichtigkeit der Gesundheitsversorgung in Lebach für uns als Nachbargemeinde fest. Krankheiten machen nicht an Kreisgrenzen halt, gerade als Akutkrankenhause ist Lebach für die medizinische Versorgung der Eppelborner Bevölkerung von großer Bedeutung“, erklärt Feld.

Der Standort sei sehr gut und zudem schnell erreichbar und die Akzeptanz ungebrochen. Nicht nur die Klinik, auch die benachbarte Rettungswache und das umfangreiche Angebot des Dialyse-Zentrums, der onkologischen und hämatologischen Gemeinschaftspraxis, der Palliativversorgung und dem Bereitschaftsdienst seien unverzichtbar für die Mitte des Saarlandes. „Wenn dieser Standort jetzt wegfällt, klafft hier eine riesige Lücke in der Gesundheitsversorgung“, so Feld.

Der Eppelborner Bürgermeister begrüßt die Initiative, die kürzlich vom Saarländischen Gesundheitsministerium ausgegangen ist. Ministerin Monika Bachmann und Staatssekretär Stephan Kolling haben dem Träger eine Frist bis nach Ostern gesetzt. Dann soll die ctt über die weiteren Schritte informieren. „Es ist wichtig, dass Patienten, aber auch die langjährigen und treuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Lebacher Krankenhauses sehr bald Klarheit bekommen, wie es am Standort weitergehen wird“, sagt Feld. Er fordert die Landesregierung auch auf, erneut über die Pläne der Nordsaarlandklinik nachzudenken.

Das Interessenbekundungsverfahren ist Ende März abgeschlossen worden, die Marienhausgruppe brachte gerade den Standort Losheim erneut in die Diskussion. „Ein Neubau einer Klinik dauert vier bis fünf Jahre, kostet nach Schätzungen des Ministeriums rund 100 Millionen Euro. In Lebach haben wir eine Klinik, die aktuell am Netz ist. Pläne für einen Erweiterungsbau liegen in der Schublade, dazu könnte man das Krankenhaus jetzt ertüchtigen und damit eine eventuell entstehende Lücke gar nicht erst entstehen lassen“, erklärt Bürgermeister Feld. Das Argument, eine Klinik könne erst ab einer Größe von 300 Betten rentabel arbeiten, lässt er nicht gelten. „Mit der Ertüchtigung und Erweiterung des Lebacher Krankenhauses könnte sofort begonnen werden. Damit wäre die Gesundheitsversorgung in der Mitte des Saarlandes aktuell und auch in Zukunft gesichert“, so Feld.