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Volkstrauertag in der Gemeinde Eppelborn

Mit Kranzniederlegungen sowie Trompetenklängen wurde am vergangenen Sonntag zum alljährlich stattfindenden Volkstrauertag in den Eppelborner Ortsteilen den Opfern der Kriege und Gewaltherrschaft gedacht. Bürgermeister Andreas Feld, der die Veranstaltung in Humes besuchte, rief dazu auf, sich auch in der heutigen Zeit intensiv mit dem Thema Frieden auseinanderzusetzen. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die traditionellen Veranstaltungen in diesem Jahr nur im kleinsten Kreis und unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt werden.
Der Kranz, der auf dem Friedhof in Humes niedergelegt wurde, bietet allen Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden Tagen die Gelegenheit, bei einem stillen Gebet den Verstorbenen zu gedenken. Bürgermeister Andreas Feld bedankt sich bei Ortsvorsteher Karl Barrois, dem Löschbezirksführer Thomas Bastuck, den Mitgliedern des Ortsrates sowie den Musikern der Kolpingsfamilie für ihren Einsatz im Totengedenken unter diesen schwierigen Bedingungen in der Pandemie.
Hintergrund: Der Volkstrauertag wurde 1919 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten des Ersten Weltkriegs vorgeschlagen. 1922 fand die erste Gedenkstunde im Reichstag statt. Der Volkstrauertag wurde erstmals am 1. März 1925 begangen. Am Vortag war der erste Reichspräsident Friedrich Ebert verstorben. 1926 wurde entschieden, den Volkstrauertag regelmäßig am Sonntag Reminiscere (fünfter Sonntag vor Ostern) zu begehen. Überall fanden Gedenkfeiern für die deutschen Gefallenen des Ersten Weltkriegs statt. Der Volkstrauertag ist in Deutschland ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den sogenannten stillen Tagen. Anfang der 1950er Jahre schien es eine Einigung zu geben, den Volkstrauertag an das Ende des Kirchenjahres auf den vorletzten Sonntag vor dem ersten Advent zu verlegen; diese Zeit wird theologisch durch die Themen Tod, Zeit und Ewigkeit dominiert. Dazu wurden ab 1952 in den Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland Gesetze über die Feiertage erlassen. Da der Volkstrauertag immer auf einen Sonntag fällt, ist er jedoch in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. Er wird seit 1952 zwei Sonntage vor dem ersten Adventssonntag begangen und erinnert an die Kriegstoten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen. Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag findet jeweils im Deutschen Bundestag statt. Eine Rede und ein Wort des Bundespräsidenten in Anwesenheit des Bundeskanzlers, des Kabinetts und des Diplomatischen Corps ist üblich, ebenso die musikalische Gestaltung, das Spielen der Nationalhymne und des Liedes „Der gute Kamerad“.