Museum für ländliches Leben
Öffnungszeiten
Bauernhaus Habach
Eppelborner Straße 12, 66571 Eppelborn
geöffnet sonntags 15-17 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 06881/962628
Eintritt frei
Aktuelle Termine
Stricken & Maijen:
Jeden zweiten Mittwoch im Monat findet von 15-17 Uhr das offene Treffen für jedermann im Bauernhaus Habach statt, bei dem bei Kaffee und Kuchen gestrickt und „gesproocht“ werden darf. Die Handarbeit ist kein muss, man darf auch gerne einfach so auf ein Stück Kuchen vorbeischauen. Der Eintritt ist frei, eine telefonische Voranmeldung zwecks Vorplanung wäre nett, aber über Spontanbesuche freuen wir uns auch.
Termine 2026
Stricken & Maijen: 14. Januar, 11. Februar, 11. März, 8. April, 13. Mai, 10. Juni, 8. Juli, 12. August, 9. September, 14. Oktober, 11. November, 9. Dezember
Zwischen Wald und Wiese – Naturfotografe von Lukas Forster: 16. August bis 6. September 2026
Tag des offenen Denkmals®: 13. September unter dem Motto „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“, mit Acrylmalerei von Petra Scheid und den Teilnehmern von „Kunst im Kuhstall“, Keramik und Schmuck von Carmen Schöneberger sowie Kunsthandwerk der Kreativwerkstatt des Haus Hubwald
„Zwischen Wald und Wiese – Naturfotografie aus der Region“ 16.08. bis 06.09.2026
Fotografieausstellung von Lukas Forster
In dieser Ausstellung präsentiert der saarländische Fotograf Lukas Forster eine Auswahl seiner Arbeiten mit dem Schwerpunkt auf Naturfotografie. Gezeigt werden sowohl großformatige Landschaftsaufnahmen aus der Region als auch detaillierte Makrofotografien der heimischen Insektenwelt.
Die Bilder dokumentieren die Vielfalt der saarländischen Natur – von typischen Landschaften wie Wiesen, Wäldern und Bachläufen bis hin zu Nahaufnahmen von Käfern, Libellen und anderen Insekten. Durch den Wechsel von weiten Perspektiven und kleinen Details entsteht ein facettenreicher Blick auf die Umwelt vor der eigenen Haustür.
Die Ausstellung wird im historischen Ambiente des Bauernhauses Habach präsentiert, was die Verbindung zwischen Region, Natur und Handwerk unterstreicht.
Interessierte Besucher sind herzlich eingeladen, die Ausstellung zu erkunden und sich ein eigenes Bild von der fotografischen Arbeit und der natürlichen Vielfalt des Saarlands zu machen.
Ein inspirierender Ausflug für Naturfreunde, Fotografie-Begeisterte und alle, die das Saarland aus einer neuen Perspektive entdecken möchten.
Der Eintritt ist frei.
Vernissage So., 16. August, 15-18 Uhr
geöffnet 16.08. bis 06.09.2026 sonntags 15-17 Uhr sowie nach Absprache unter 06881/ 962628
Tag des offenen Denkmals® 13. September 2026 von 14-18 Uhr
Unter dem diesjährigen Motto „NETZwerke: Denkmale & Infrastruktur“ zeigt das Bauernhaus Habach, wie landwirtschaftliche Strukturen die Infrastruktur unserer Dörfer prägten und welche Veränderungen im Zuge der Industrialisierung auf diese Netzwerke einwirkten. Zudem gibt es viel Kunst und Kunsthandwerk zu sehen: Acrylmalerei von Petra Scheid und den Teilnehmern von „Kunst im Kuhstall“, Keramik und Schmuck von Carmen Schöneberger sowie Kunsthandwerk der Kreativwerkstatt des Haus Hubwald. Zudem ist mit Kaffee und Kuchen in der Gudd Stubb wie immer die Möglichkeit zum gemütlichen Austausch gegeben.
Der Eintritt ist frei.
Was gibt es im Bauernhaus zu entdecken?
Das Bauernhaus Habach ist ein südwestdeutsches Einhaus, in dem sich ein Museum für das ländliche Leben im 19. und 20. Jahrhundert befindet. Heute kann man im Bauernhaus Habach das bäuerliche Leben unserer Vorfahren authentisch nachfühlen und sich in den arbeitsreichen Alltag einer Bauernfamilie in der Zeit der Industrialisierung zurückversetzen lassen.
Bei dem 1847 fertig gestellten Gebäude, an das im Jahre 1896 ein Pferdestall und ein Schuppen mit Schmiede angebaut wurden, handelt es sich um ein typisches südwestdeutsches Einhaus, bei dem sich Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem Dach befinden. Vom Flur im Erdgeschoss des Wohnteils kommt der Besucher in die Gute Stube, die früher nur zu besonderen Anlässen benutzt wurde. In einer Ecke des Raumes befindet sich ein Herrgottswinkel. Das authentische Schlafzimmer, das sich an die Gute Stube anschließt, war schon historische Kulisse für den ARD-Film „Lehnchen Demuth und Karl Marx“. In der Küche aus Urgroßmutters Zeiten findet man selten gewordene Schätze wie eine Backmuhl, eine Zentrifuge und ein Butterfass. Über eine steile Holztreppe gelangt man von der Küche in das Obergeschoss des Wohntraktes, in dessen Vorraum sich eine Rauchkammer befindet. In dem großen Raum des Obergeschosses werden Ausstellungen zu verschiedenen Themen gezeigt. Eine weitere Holztreppe führt die Besucher direkt unter das Dach, wo verschiedene alte Handwerksberufe, z.B. das Besenbinden, ausgestellt sind. Im Keller des Wohnbereiches sind die Gewölbedecke, der Backofen und der Sauerkrauttrog aus Sandstein beachtenswert.
Vom Flur des Erdgeschosses gelangt der Besucher durch eine Tür direkt in den Wirtschaftsteil des Bauernhauses und zwar zunächst in den Kuhstall, im dem auch Kälber und Schweine untergebracht waren. An den Kuhstall schließt sich die nach oben offene Tenne an, wo das Getreide gedroschen wurde. Daneben befindet sich der Pferdestall. Diese drei Räume sind mit Pflügen, Dreschmaschinen und anderem landwirtschaftlichem Gerät ausgestattet, das von der harten Arbeit früherer Zeiten zeugt. Sehenswert sind auch die Kappendecke im Kuhstall und die „gewickelte Decke“ im Pferdestall. Von der Tenne gelangt der Besucher in die Werkstatt des Bauern, wo man eine Schmiede und das Küfer- und Schusterhandwerk erkunden kann. Im Obergeschoss befindet sich eine große Ausstellungsfläche für Sonderausstellungen. Webstühle, Spinnräder sowie historische Waschbütten und frühe Waschmaschinen zeugen vom hohen Aufwand, mit dem Textilien hergestellt und gereinigt wurden.
Bei der Außenanlage ist vor allem das alte Pflaster des Hofes beachtenswert, dessen Steine aus der römischen villa rustica im Wald „Steinhaus“ stammen sollen. Ein Weidenbaum, je zwei Nuss- und Kastanienbäume, ein alter Weinstock am Giebel, ein altes Plumpsklo sowie ein Bauerngarten und ein Staudengarten sorgen für ein schönes Ambiente um das Bauernhaus.
Die Gemeinde Eppelborn erwarb 1990 das bis dahin bewohnte Gebäude und restaurierte es behutsam. Am 2. Juni 1994 wurde das Bauernhaus Habach als Museum der Öffentlichkeit übergeben. 1995 erfolgte die Übertragung des Gebäudes an die Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn, in deren Trägerschaft es sich heute befindet.
Info-Broschüre
Museumskoffer für Schulen und Demenzarbeit
Für Schulen und andere Bildungseinrichtungen, aber auch insbesondere zur Erinnerungsarbeit mit an Demenz erkrankten Personen kann bei der Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn kostenlos ein Koffer mit Ausstellungsstücken aus dem Bauernhaus ausgeliehen werden. Diese können dann in die jeweiligen Einrichtungen mitgenommen und dort angefasst und betrachtet werden. Beiliegende Infotexte zu den Objekten können zur Vor- und Nachbereitung genutzt werden. Für die Erinnerungsarbeit sind auch beispielhafte Fragen und Sprechanlässe enthalten. Viele der Gegenstände dürften älteren Menschen noch aus ihrer Kindheit bekannt sein und verschüttete Erinnerungen wecken, etwa wenn die eigene Oma noch so ein Nachthemd hatte oder es im Haus der Nachbarn so ein Topf immer auf dem Herd stand, wenn man zu Besuch war. Für Kinder wiederum sind viele der einst üblichen Alltagsgegenstände heute unbekannt und können im etwa Sachkunde-Unterricht das Leben früherer Generationen verdeutlichen.
Der Museumskoffer kann nach telefonischer Vereinbarung unter 06881/962628 kostenlos ausgeliehen werden.
Virtuell erlebbares Museum
Auf der Plattform digicult können fast alle Ausstellungsstücke des Museums virtuell erkundet werden:
http://saarland.digicult-museen.net/museen/act001910
Auszeichnungen
Im Landeswettbewerb 1994 des „Saarländischen Denkmalpflegepreises“ wurde das „Bauernhaus Habach“ mit dem Saarländischen Denkmalpflegepreis ausgezeichnet. Im Rahmen des Landeswettbewerb 1994 „Saarländische Bauernhäuser – Zeugnisse unserer Heimat“ erhielt das Bauernhaus eine Sonderanerkennung, womit die Verdienste um die stilgerechte Erhaltung eines saarländischen Bauernhauses gewürdigt wurden.
Sanierung
2021 erfolgten weiterführende Sanierungsarbeiten der Sandsteingewände an Türen und Fenstern, im Bereich der Dachentwässerung sowie der Eingangsbereiche. Das Projekt „Weiterführende Sanierungsarbeiten“ erfolgte im „Soforthilfeprogramm Heimatmuseen und landwirtschaftliche Museen 2021“ des Deutschen Verbandes für Archäologie e. V. im Programmteil „Landwirtschaftliche Museen„, gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Bundestags.
Das vorangegangene Projekt „Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen am historischen Bauernhaus Habach“ 2019/2020 wurde von der Europäischen Union, dem Bund und dem Saarland im Rahmen des Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) gefördert.
Weitere Infos:
• https://ec.europa.eu/agriculture/rural-development-2014-2020_de
• https://www.saarland.de/eler.htm