Hardt‘er Brücke in Dirmingen: Neue Hoffnung durch Infrastruktur-Sondervermögen
Die Situation rund um die Hardt‘er Brücke in der Humeser Straße im Ortsteil Dirmingen beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger weiterhin sehr – insbesondere die Anwohnerinnen und Anwohner der Straßen „An der Hardt“, „Humeser Straße“ & „Waldstraße“. Die Hardt`er Brücke in Dirmingen wurde in den 90er Jahren durch Bundesgesetz auf die Gemeinde Eppelborn übertragen. Für diese Übertragung haben die Länder damals Gelder (sog. Entflechtungsmittel) bekommen. Von diesem Geld hat die Gemeinde nichts bekommen. Leider nur die Verkehrssicherungspflicht und Haftung für eine in die Jahre gekommene Brücke. Seit dem Rückbau der Brücke nach der notwendigen Hauptprüfung ist das Gebiet nur noch über eine provisorisch ausgebaute Waldzufahrt erreichbar. Über 550.000 € hat die Gemeinde für Rückbau und den provisorischen Weg gezahlt, Zuschüsse gab es nicht. Dass diese Lösung auf Dauer nicht zufriedenstellend ist, liegt auf der Hand.
Auch wenn es aktuell noch keine endgültige Entscheidung über einen Neubau gibt, gibt es inzwischen zumindest neue Hoffnung: Die Bundesregierung hat ein umfangreiches Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität auf den Weg gebracht. Ein Teil dieser Mittel soll auch in die Sanierung und den Neubau von Straßen- und Brückeninfrastruktur fließen – und damit grundsätzlich auch Projekten wie der Hardt‘er Brücke zugutekommen können.
Vor diesem Hintergrund habe ich mich persönlich an unsere Ministerpräsidentin Anke Rehlinger und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt und darum gebeten, sie mögen sich dafür einsetzen, dass aus diesem Sondervermögen auch Mittel für den Neubau der Brücke in Dirmingen zur Verfügung gestellt werden. Für unsere Gemeinde wäre dies eine große Chance, denn die geschätzten Baukosten von rund fünf Millionen Euro sind für uns alleine schlicht nicht zu stemmen.
Bereits in der Vergangenheit haben wir nichts unversucht gelassen, um eine Lösung für dieses Problem zu finden. So habe ich unter anderem ein persönliches Gespräch mit Ministerin Petra Berg, gemeinsam mit dem Dirminger Ortsvorsteher, im Ministerium geführt, um dort die Situation zu schildern und um Unterstützung zu werben.
Parallel dazu arbeiten wir weiterhin daran, die derzeitige Situation zumindest so gut wie möglich zu verbessern. Die provisorische Zuwegung wurde bereits ausgebaut, um die Erreichbarkeit des Wohngebietes sicherzustellen. Zudem wurden – wie im Rahmen der Bürgerversammlung angesprochen – bereits weitere Maßnahmen umgesetzt: Auf der Umfahrungsstrecke werden Fahrbahnschwellen installiert, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, und in der Waldfriedstraße wurden Parkmöglichkeiten ausgewiesen, um den Verkehr besser zu ordnen. Ebenso habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Fußweg zwischen „Humeser Straße“ und „Winnewald“ in Kürze geschottert wird. Die Fußgängerbrücke an der früheren Stelle der Hardt‘er Brücke ließ sich leider nicht realisieren.
Mir ist bewusst, dass die derzeitige Situation für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner alles andere als ideal ist. Umso wichtiger ist es mir zu betonen, dass wir als Gemeinde alles in unserer Macht Stehende tun, um hier eine Lösung zu erreichen. Ich werde mich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass wir für den Neubau der Hardt‘er Brücke die notwendige Unterstützung erhalten – und hoffe sehr, dass sich mit dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes nun eine realistische Perspektive eröffnet, damit die Menschen im betroffenen Wohngebiet künftig wieder auf normalem Weg zu ihren Häusern gelangen können.
Ihr Bürgermeister
Andreas Feld
Eppelborn, 20. März 2026