Kinderrechte im Mittelpunkt: Ausstellung im Kath. Kinderhaus St. Josef

Welche Rechte haben Kinder? Warum ist es wichtig, dass Kinder gehört werden und mitbestimmen dürfen? Und wie können Kinderrechte im Alltag ganz konkret gelebt werden? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich derzeit die Kinderrechte-Ausstellung des Bundesministeriums für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend im Kath. Kinderhaus St. Josef in Eppelborn.

Die Ausstellung wurde Ende Juli bereits feierlich eröffnet und ist noch bis zum 21. August im Kinderhaus zu sehen. Auf insgesamt zehn interaktiven Modulen werden unterschiedliche Kinderrechte anschaulich und altersgerecht vermittelt. Die Ausstellung ist dabei ganz bewusst als Mitmacherlebnis konzipiert: An den einzelnen Stationen gibt es Aktionen, Interaktionen, Bilder, Texttafeln, Zitate und Geschichten, die dazu einladen, die verschiedenen Kinderrechte selbst zu entdecken. Die Kinder des Kinderhauses eroberten die zahlreichen Möglichkeiten der Ausstellung mit großer Begeisterung.

Kinderrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention verankert und gelten für alle Kinder – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder individuellen Voraussetzungen. Sie umfassen unter anderem das Recht auf Schutz, Bildung, Förderung und Beteiligung sowie das Recht, gehört und ernst genommen zu werden. Im Kath. Kinderhaus St. Josef sind diese Grundsätze fest in der pädagogischen Arbeit verankert. Die Kinder werden in Entscheidungen einbezogen, in ihrer Selbstständigkeit gefördert und als eigenständige Persönlichkeiten mit eigenen Rechten wahrgenommen.

Auch die Fairtrade-Steuerungsgruppe der Gemeinde Eppelborn mit ihrer Vorsitzenden Irene Horras und Bürgermeisterin a.D. Birgit Müller-Closset beteiligt sich an der Ausstellung. Da die Stärkung von Kinderrechten auch ein wichtiger Bestandteil der Grundsätze des Fairen Handels ist, informieren die Mitglieder der Steuerungsgruppe an einer extra Station über die Zusammenhänge zwischen Kinderrechten und fairem Handel. Für die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher gibt es an den Aktionstagen (immer donnerstags) selbstgemachte Mango-Limonade sowie Informationsmaterial zum Mitnehmen. Faire Handelsbedingungen können dazu beitragen, Kinderarbeit zu bekämpfen, Bildungschancen zu verbessern und die Lebens- und Zukunftsperspektiven von Kindern weltweit zu stärken.

Bei einem Besuch im Kinderhaus machten sich vergangene Woche auch Bürgermeister Andreas Feld, der Bundestagsabgeordnete Roland Theis und der stellvertretende Ortsvorsteher von Eppelborn, Johannes Schäfer, ein eigenes Bild von der Ausstellung. Gemeinsam mit  Einrichtungsleiterin Sandra Born-Fries besichtigten sie die einzelnen Stationen und informierten sich über die pädagogische Arbeit des Kinderhauses. Dabei wurde deutlich, dass Kinderrechte hier nicht nur Thema einer zeitlich begrenzten Ausstellung sind, sondern im täglichen Miteinander eine wichtige Rolle spielen und gelebt werden.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. August 2026 im Kath. Kinderhaus St. Josef in Eppelborn zu sehen. Interessierte können sie montags bis freitags von 9:00 bis 15:30 Uhr kostenlos besuchen. Größere Gruppen werden gebeten, sich vorab telefonisch anzumelden. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – denn Kinderrechte gehen uns alle an und verdienen Aufmerksamkeit, Schutz und vor allem eines: gelebte Wertschätzung.

Eppelborn, 14. August 2026

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