Wie können unsere Dörfer auch künftig lebendig, attraktiv und zukunftsfähig bleiben? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Regionalkonferenz zum 29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, die am 1. Oktober im Bürgerhaus in Habach stattfand. Eingeladen hatte das Saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz.
Gut die Hälfte der saarländischen Bevölkerung lebt in ländlich geprägten Räumen. Nachbarschaftshilfe, ehrenamtliches Engagement und generationsübergreifende Zusammenarbeit sind dabei wichtige Säulen eines lebendigen Dorflebens. Um die Zukunftsfähigkeit der Dörfer weiter zu stärken, wurde mit EU-, Bundes- und Landesmitteln ein integriertes Drei-Säulen-Fördermodell entwickelt. Bei der Regionalkonferenz wurden hierzu auch die Fördermöglichkeiten der Agentur ländlicher Raum vorgestellt.
Aus Sicht von Bürgermeister Andreas Feld geht es beim Wettbewerb nicht allein um Gebäude, Straßen oder einzelne Projekte. Entscheidend seien vor allem die Menschen, die Verantwortung für ihren Ort übernehmen, sich engagieren und gemeinsam etwas bewegen. Gleichzeitig stünden die Dörfer vor neuen Herausforderungen – etwa bei Dorfentwicklung, Nahversorgung und Mobilität, aber auch beim gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Gute Ideen gibt es in unseren Dörfern viele“, so Feld. Förderprogramme könnten dabei helfen, aus diesen Ideen konkrete Projekte werden zu lassen. Er hoffe daher, dass die Regionalkonferenz neue Impulse gegeben und Mut gemacht hat, eigene Ideen einzubringen und Vorhaben anzustoßen.
Im Mittelpunkt stand der Aufruf zur Teilnahme am 29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Teilnahmeberechtigt sind Dorfgemeinschaften mit bis zu 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die sich für die sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen, ökologischen und baulichen Belange ihres Dorfes engagieren. Der stellvertretende Referatsleiter Kai Winter hatte hierzu u.a. die Fördermöglichkeiten sehr anschaulich präsentiert und erläutert.
Welche Chancen der Wettbewerb bietet, wurde in einer Gesprächsrunde mit Sven König, Ortsvorsteher von Reisbach, deutlich. Reisbach war Siegerdorf beim 28. Wettbewerb.