Der Bürgermeister informiert – KW18

Vorläufiger Baustopp für Netto-Markt in Dirmingen

Aufgrund eines Schreibens der Obersten Wasserbehörde des Saarlandes hat der Landkreis Neunkirchen einen vorläufigen Baustopp für den Netto-Markt in Dirmingen verhängt. Meine Verwaltung und ich haben darauf umgehend reagiert und alle beteiligten Behörden kurzfristig zu einem runden Tisch eingeladen, um eine schnelle Lösung zu erreichen.

Die Ansiedlung des Marktes war von Beginn an schwierig. Nachdem ein erster Investor abgesprungen war, war es mir gelungen, mit der Firma Ratisbona einen neuen Investor zu gewinnen und das Projekt überhaupt erst in die Umsetzung zu bringen. Die Gemeinde war dabei ausschließlich Initiator: Sie ist weder Bauherr noch Bauträger und hat keinen Einfluss auf die konkrete Bauausführung.

Die Baugenehmigung wurde bereits im Mai 2023 erteilt, dennoch verzögerte sich der Baubeginn zunächst aus wirtschaftlichen Gründen. Erst durch eine von mir angestoßene Unterstützungsleistung, die vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde, konnte das Projekt wieder aktiviert und der Bau im 4. Quartal 2025 begonnen werden.

Die aktuellen Schwierigkeiten stehen im Zusammenhang mit Änderungen am Bauvorhaben sowie zusätzlichen wasserrechtlichen Anforderungen. Hierzu hatte der Investor bereits im Juli 2025 einen Antrag bei den zuständigen Landes- und Kreisbehörden zur Änderung der Tektur gestellt, über den bis heute noch nicht entschieden wurde. Bereits in den vergangenen Wochen haben hier Gespräche auf Fachebene stattgefunden, um diese offenen Fragen zu klären. Aufgrund einer möglichen Gefährdungslage bei Hochwasser wurde nun aufgrund eines Schreibens der obersten Wasserbehörde durch die untere Bauaufsicht ein vorläufiger Baustopp verhängt. Die derzeitigen Probleme betreffen insbesondere die Schaffung eines erweiterten Retentionsraums und eine mögliche Hochwassergefährdung. Der Retentionsraum für das Wasser ist vorhanden, konnte jedoch nach Aussage des Investors witterungsbedingt noch nicht geschaffen werden.

Die Mitarbeiter meiner Verwaltung und ich haben direkt mit den zuständigen Behörden und dem Investor gesprochen, um eine Lösung zu erarbeiten, alle Beteiligten arbeiten konstruktiv zusammen. Der Investor hat bereits ein Ingenieurbüro aus Luxemburg zur hydraulischen Begutachtung eingeschaltet, dieses steht noch aus und soll in der nächsten Woche vorliegen. Eines ist aber klar: Ein längerer Stillstand wäre für Dirmingen ein erheblicher Rückschlag, dazu darf es nicht kommen. Ziel des Fachgesprächs ist es, schnell Klarheit zu schaffen und die Voraussetzungen für eine Fortsetzung des Projekts zu ermöglichen. Wir sind hier in enger Abstimmung mit den Investoren sowie den Landes- und Kreisbehörden und werden hier natürlich alle über die weiteren Schritte informieren!

 

Für ein respektvolles Miteinander – klare Worte aus dem Rathaus

In den vergangenen Wochen und Monaten beobachten wir eine Entwicklung, die mich sehr nachdenklich stimmt: Der Ton wird rauer. Nicht nur in den sozialen Medien, sondern auch im direkten Umgang hier im Rathaus.
Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten tagtäglich engagierte Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde. Sie sind Ansprech-partner, Helfer, Vermittler – und oft auch diejenigen, die versuchen, Probleme zu lösen, die eigentlich gar nicht in der Zuständigkeit der Gemeinde liegen. Umso mehr erschüttert es mich, dass sie zunehmend mit Unverständnis, Beschimpfungen und in Einzelfällen sogar mit Drohungen konfrontiert werden. Das ist in keiner Weise akzeptabel.
Kritik ist nicht nur erlaubt, sondern wichtig. Ein Austausch und Diskussionen gehören zu einer funktionierenden Gemeinschaft dazu. Wenn Situationen aber so eskalieren, dass sich Mitarbeitende gezwungen sehen, die Polizei hinzuzuziehen, ist eine Grenze überschritten!
Als Bürgermeister stelle ich mich klar vor meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie verdienen Respekt, Wertschätzung und einen sicheren Arbeitsplatz.
Ich appelliere daher an alle: Lassen Sie uns wieder mehr auf den Umgang miteinander achten. Suchen wir das Gespräch auf Augenhöhe, bringen wir Anliegen sachlich vor und begegnen wir uns mit dem nötigen Respekt. Nur so können wir gemeinsam Lösungen finden und unsere Gemeinde weiter positiv gestalten.

 

Ihr Bürgermeister

Dr. Andreas Feld

Eppelborn, 30. April 2026

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