Eppelborn beginnt mit der kommunalen Wärmeplanung
Die kommunale Wärmeplanung (KWP) in Eppelborn ist gestartet. In den kommenden Monaten wird das beauftragte Planungsunternehmen greenventory GmbH aus Freiburg im Breisgau und das saarländische Versorgungsunternehmen energis GmbH den ersten kommunalen Wärmeplan für die Gemeinde erstellen.
Ziel der KWP ist es, eine Handlungsstrategie für die kommunale Wärmewende in Eppelborn zu entwickeln. Dies ist ein wichtiger Bestandteil, um auch im Gebäudesektor die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Dabei wird auch die Bürgerschaft im Rahmen von Veröffentlichungen und einer Informationsveranstaltung mit eingebunden.
Der Prozess beinhaltet ein mehrstufiges Vorgehen: In einer Bestandsanalyse wird zunächst der Ist-Zustand der Wärmeversorgung in Eppelborn ermittelt. Anschließend werden in der Potenzialanalyse lokale klimaneutrale Wärmequellen untersucht sowie das Reduktionspotenzial durch Einsparung und mehr Effizienz bestimmt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird in einem Zielszenario ermittelt, welche Technologien zur erneuerbaren Wärmeversorgung zukünftig eingesetzt werden könnten. In einem Maßnahmenkatalog werden Maßnahmen definiert, die zur schrittweisen Erreichung des Zielszenarios und der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung beitragen. Die Lösungen und Maßnahmen sind nicht verpflichtend.
Im ersten Schritt der KWP wurde untersucht, ob Teilgebiete der Gemeinde von der Wärmeplanung ausgeschlossen werden können. Die Wärmeplanung kann verkürzt werden, wenn bereits ohne Datenerhebung davon ausgegangen werden kann, dass Wärme- oder Wasserstoffnetze nicht realisiert werden könnten. Aufgrund der bestehenden Gasversorgung und gesteigerten Wärmebedarfsdichte in den Ortskernen hat sich die Gemeinde dazu entschlossen, das gesamte Gemeindegebiet gemäß dem regulären Verfahren nach WPG zu untersuchen.
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) verpflichtet die Kommune dazu, bis zum 30. Juni 2028 einen ersten kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Danach ist eine Fortschreibung alle fünf Jahre verpflichtend.