Während andernorts der Valentinstag mit Blumen und Pralinen begangen wurde, stand Eppelborn ganz im Zeichen der Faasend. Am vergangenen Samstag versammelten sich zahlreiche Närrinnen und Narren zunächst am Rathaus in Eppelborn – doch dort fanden sie niemanden vor. Schnell wurde klar: Der Bürgermeister hatte sich mit seinen Getreuen im big Eppel verschanzt. Also setzte sich die bunt kostümierte Narrenschar in Bewegung und marschierte gemeinsam Richtung Europaplatz, um das kulturelle Herzstück der Gemeinde zu erobern.
Vor dem big Eppel bot sich ein beeindruckendes Bild: Hunderte Karnevalisten, allen voran die „Rot-Weiß-Gold die Eppelbootze“, verwandelten den Platz in ein Meer aus Rot, Weiß, Gold und Blau. Mit dabei waren Abordnungen des Humeser Karnevalsvereins, des Habacher Karnevalsvereins, des Kolping Karnevalsvereins Dirmingen, der Wilden Elf Wiesbach sowie das Lebacher Prinzenpaar. Unterstützt wurden sie musikalisch vom Eppelborner Fanfarenzug und dem Instrumentalverein Eppelborn, die trotz niedrigen Temperaturen der Narrenschar ordentlich einheizten.
Doch ganz unbeobachtet blieb der närrische Aufmarsch nicht: Unter die Menge hatten sich zuvor auch die Ortsvorsteher der einzelnen Ortsteile gemischt – offenbar, um die Pläne der Narren auszuspionieren. Kurz darauf zeigten sie ihr wahres Gesicht und standen als „Schlümpfe“ auf dem Balkon des big Eppel: BuCa-Schlumpf Sebastian Michel, Di-Schlumpf Frank Klein, Epp-Schlumpf Christian Ney, Ha-Schlumpf Peter Dörr, Hie-Schlumpf Marco König, Hu-Schlumpf Uwe Ziegler, Ma-Schlumpf Jürgen Nürnberger und Wie-Schlumpf Stefan Löw – gemeinsam mit Papa Schlumpf, Bürgermeister Dr. Andreas Feld.
Mit gereimten Versen und großem Selbstbewusstsein verteidigte Papa Schlumpf sein „Schlumpfhausen“ gegen den lautstarken Ansturm. Doch die Karnevalisten ließen sich nicht beirren. In einem wortgewandten Schlagabtausch mit den Vereinsvertretern und dem Prinzenpaar mussten sie zunächst zwei Prüfungen meistern: Tanzen und Reimen waren gefragt – Aufgaben, die die Narrenschar mit Bravour bestand.
Am Ende blieb Papa Schlumpf nichts anderes übrig, als sich geschlagen zu geben. Unter dem Jubel der Menge ließ er den symbolischen Schlüssel vom Balkon in die Hände von Prinz Michael I. und seiner Lieblichkeit Prinzessin Maria-Francesca I. gleiten. Damit war der Weg frei: Die Narren zogen in den big Eppel ein und übernahmen für vier Tage das närrische Regiment.
Drinnen wurde anschließend ausgelassen weitergefeiert. Der Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Eppelborn sorgte erneut für musikalische Höhepunkte, bevor DJ Ralf die Turntables übernahm und den big Eppel endgültig in eine närrische Partyhochburg verwandelte.
Eppelborn, 20. Februar 2026