„Enkeltrick & Co“ – Nicht mit Eppelborn!
Wie viele von Ihnen vielleicht bereits mitbekommen haben , läuft aktuell eine Kampagne des saarländischen Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport mit dem Namen „Enkeltrick & Co.“. Das Ziel der Kampagne ist die Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger vor Telefonbetrügerei und anderen kriminellen Maschen.
Neben hilfreichen Hinweisen zum Umgang mit mutmaßlichen Telefonbetrügern, gibt es auch den „Fall des Monats“, bei dem immer jeweils ein aktueller Fall geschildert wird, der sich im Saarland tatsächlich so zugetragen hat. Auf einer Seite im Innenteil dieser Ausgabe des Nachrichtenblatts finden Sie die detaillierte Darstellung eines solchen Falles, der sich im vergangenen Jahr ereignet hat. Ich bitte Sie, sich die Zeit zu nehmen und den Fall aufmerksam zu lesen. Unsere Gemeinde wird sich an dieser Kampagne beteiligen und Sie regelmäßig mit Informationen und Tipps versorgen. Damit wollen wir gemeinsam möglichst viele Menschen in Eppelborn vor Trickbetrügern am Telefon und anderen kriminellen Machenschaften schützen. Lassen Sie uns wachsam sein und uns gegenseitig informieren, um Trickbetrügern keinen Raum zu geben.
Ihr Bürgermeister
Dr. Andreas Feld
Angeblich Diebesbande in der Nachbarschaft…
Im „Fall des Monats“ berichten Polizei und Innenministerium über Straftaten aus dem Bereich „Enkeltrick & Co.“, die sich im Saarland zugetragen haben. Die personenbezogenen Angaben sind dabei anonymisiert.
Falsche Polizeibeamte haben im November 2022 einen hohen Geldbetrag von einer 73-jährigen Frau im Landkreis Saarlouis erbeutet. Die Geschädigte Hildegard T. wurde am 18. November Opfer eines Telefonbetrügers. Dieser gab sich als Kommissar eines angeblichen Raubdezernats K4 aus. Der falsche Polizist berichtete gegenüber der 73-Jährigen, dass am Morgen in ihrer Nachbarschaft eingebrochen worden sei. Die Kripo habe zwischenzeitlich zwei Täter dingfest gemacht. Bei ihnen sei eine Liste mit weiteren Einbruchszielen gefunden worden. Auf dieser stehe auch das Haus von Hildegard T. Auch bestünde der Verdacht, dass ein Mitarbeiter ihrer Hausbank ebenfalls zur Bande gehört. Um den Besitz der Frau zu schützen, müsse die Polizei ihr Geld und alle Wertgegenstände in Gewahrsam nehmen, bis alle Bandenmitglieder gefasst seien. Als erstes müsse sie daher zur Bank gehen und ihr Schließfach leeren.
Hildegard T. hegte keinerlei Zweifel an den Ausführungen des falschen Polizisten und suchte sofort ihre Bank auf. Dort entnahm sie aus ihrem Schließfach Goldbarren und einen hohen fünfstelligen Geldbetrag. Pflichtschuldig und arglos informierte die 73-Jährige danach den angeblichen Kommissar darüber. Dieser wies sie an, Hab und Gut einer Kollegin an der Haustür zu übergeben, die gleich komme. Bis dahin dürfe Hildegard T. mit niemandem Kontakt aufnehmen.
Langsam wurde die 73-Jährige misstrauisch und äußerte ihre Bedenken. Der falsche Polizist erklärte Hildegard T. barsch, dass sie die Ermittlungen nicht behindern dürfe. Er erwarte von ihr, dass sie ihrer Pflicht zur Mitwirkung an den polizeilichen Maßnahmen nachkomme, sonst müsse die Kosten des Einsatzes tragen. Noch während des Telefonats klingelte es an der Haustür. Dort stand eine Frau und forderte Hildegard T. auf, ihr das Geld und die Goldbarren auszuhändigen. Nachdem diese sich weigerte, kam es zwischen den beiden zu einem Handgemenge. Dabei stürzte die ältere Frau und verletzte sich. Die Täterin schaffte es noch, das Bargeld an sich zu nehmen und floh.
Innenminister Reinhold Jost: „Bei dieser perfiden Betrugsmasche setzen die Kriminellen auf das Vertrauen gerade älterer Menschen in die Polizei. Aber Polizisten oder Justizangehörige würden niemals jemanden dazu auffordern, Bargeld oder Wertsachen abzugeben. Bleiben Sie wachsam!“
Tipps und Tricks zum Schutz vor Telefonbetrügern:
www.saarland.de/enkeltrick
Zeichnung und Logo: Jürgen Schanz
Foto: Jennifer Weyland
Veröffentlicht 10.6.2023
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